Christine Wimbauer


Prof. Dr. phil. Christine Wimbauer studierte Diplom-Soziologie an der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) München. Während ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der LMU promovierte sie 2003 zum Thema "Die Liebe und das liebe Geld. Zur symbolischen Bedeutung von Geld in Paarbeziehungen". Nach einem Emmy-Noether-Stipendium der DFG als Post-Doc Fellow am Department of Sociology der Yale University, New Haven, CT, USA und am Institut für Soziologie der LMU leitete sie von 2006 bis 2010 die von der DFG finanzierte Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe „‚Liebe, Arbeit, Anerkennung – Anerkennung und Ungleichheit in Doppelkarriere-Paaren“ am Institut für Soziologie der FAU Erlangen-Nürnberg und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Nürnberg sowie am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). 2011 habilitierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2011 bis 2014 war sie Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Soziale Ungleichheit und Geschlecht an der Universität Duisburg-Essen und von 2014 bis 2015 Professorin für Mikrosoziologie mit Schwerpunkt Geschlechterverhältnisse an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seit 2015 ist sie als Professorin für Soziologie der Arbeit und Geschlechterverhältnisse an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Geschlechter(verhältnis-)forschung, Queer Theory, Soziologie der Erwerbs- und Reproduktionsarbeit, Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse, Paar- und persönliche Beziehungen, Sozial- und Familienpolitik, Soziologische Theorie, Anerkennungstheorie, Interpretative Methoden der Sozialforschung und Methodologie.

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Paar / Paarbeziehung

Paare und Paarbeziehungen sind – in westlichen, paarnormativen Gesellschaften – eine hegemoniale Lebensform. (Heterosexuelle) Paare (re-)produzieren in ihren Interaktionen und Aushandlungen – ihrem doing couple und doing inequality – nicht nur Geschlecht (im Sinne von Gender), sondern wesentlich auch gesellschaftliche Ungleichheiten. Paarbeziehungen sind daher ein wichtiges Untersuchungsfeld der Geschlechterforschung; die Paarbeziehung wird hierbei als eigenständige Analyseeinheit betrachtet. Paare werden in der (soziologischen) Geschlechterforschung aber auch auf die Frage hin untersucht, ob sich mit dem Brüchigwerden des männlichen Ernährermodells im globalen Norden ein Wandel der Paar- und Liebesleitbilder abzeichnet und sich u.a. auch dadurch Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis verändern, verringern oder neue entstehen.

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