Heiko Stoff


foto heiko stoff smallHeiko Stoff ist Wissenschafts- und Medizinhistoriker am Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Nach seinem Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Hamburg (UHH) promovierte er dort 2002 am Historischen Seminar mit einer Arbeit, die 2004 unter dem Titel „Ewige Jugend. Konzepte der Verjüngung vom späten 19. Jahrhundert bis ins Dritte Reich“ publiziert wurde. In der Folge war Heiko Stoff Postdoc am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin und an der Abteilung für Pharmaziegeschichte der Technischen Universität (TU) Braunschweig sowie als Vertretungsprofessor für Wissenschafts- und Technikgeschichte an der Technischen Universität (TU) Braunschweig tätig. Heiko Stoff ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen, u. a. zur Geschichte der Sexualhormone, der Vitamine, der Zombies, des Stresses und der Leistung sowie zur Geschichte der Verjüngung, der Wirkstoffe, der Biopharmazeutika und der Lebensmittelzusatzstoffe. Er ist Mitherausgeber des Journals Body Politics - Zeitschrift für Körpergeschichte.

Homepage

Kontakt

Sexualhormone in der Wissenschaftsgeschichte

Seit dem frühen 20. Jahrhundert wird die zweigeschlechtliche Ordnung vor allem hormonell erklärt, mithilfe von Sexualhormonen hergestellt und auch gerechtfertigt. Sexualhormone wurden dabei zugleich als Naturdinge und als Industrieprodukte konstituiert. Sie galten als naturgegebene biologische Determinanten des Geschlechts und waren pharmaindustriell produzierbar und klinisch einsetzbar. Experimentelle Forschung, Wissensproduktion und industrielle Vermarktung waren untrennbar miteinander verknüpft. Dabei ermöglichte die Hormonforschung selbst durchaus eine Infragestellung eines strikten Geschlechtsdimorphismus.

weiterlesen ...