Mona Motakef


Dr. phil. Mona Motakef studierte von 1997 bis 2003 Diplom-Sozialwissenschaften und Interkulturelle Pädagogik an der Carl v. Ossietzky Universität Oldenburg und der University of Port Elizabeth, Südafrika. An der LMU München promovierte sie 2010 mit einer körpersoziologischen Diskursanalyse über Organspende. Sie ist seit 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und war zuvor am Deutschen Institut für Menschenrechte, am Essener Kolleg für Geschlechterforschung, am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), am Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen, am King’s College London und am Institut für Soziologie der Universität Tübingen tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Geschlechterforschung, Soziale Ungleichheit, Soziologie der Erwerbs- und Reproduktionsarbeit, Paar- und persönliche Beziehungen, Soziologie der Körper, Soziologische Theorie und Interpretative Methoden der Sozialforschung.

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Paar / Paarbeziehung

Paare und Paarbeziehungen sind – in westlichen, paarnormativen Gesellschaften – eine hegemoniale Lebensform. (Heterosexuelle) Paare (re-)produzieren in ihren Interaktionen und Aushandlungen – ihrem doing couple und doing inequality – nicht nur Geschlecht (im Sinne von Gender), sondern wesentlich auch gesellschaftliche Ungleichheiten. Paarbeziehungen sind daher ein wichtiges Untersuchungsfeld der Geschlechterforschung; die Paarbeziehung wird hierbei als eigenständige Analyseeinheit betrachtet. Paare werden in der (soziologischen) Geschlechterforschung aber auch auf die Frage hin untersucht, ob sich mit dem Brüchigwerden des männlichen Ernährermodells im globalen Norden ein Wandel der Paar- und Liebesleitbilder abzeichnet und sich u.a. auch dadurch Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis verändern, verringern oder neue entstehen.

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